Betrug im Webdesign: Von Nika Leonas zu Nika Liebmann

Betrug im Webdesign: Von Nika Leonas zu Nika Liebmann

14. Februar 2024 Allgemein Hosting Logodesign Webdesign 0
Nicole Leonas Logo

Im Januar 2023 bat mich meine Ex-Frau, eine professionelle Webpräsenz für ihr Portfolio und ihre Bücher zu erstellen. Nach monatelanger Arbeit – inklusive Logo- und Webdesign, Webentwicklung und Content-Integration – endete das Projekt nicht mit einer fairen Bezahlung, sondern mit Erpressung, Datenklau und einer kopierten Website.

(M)ein Erfahrungsbericht

Statt den vereinbarten Betrag zu zahlen, erklärte sie mir, sie würde nur die Hälfte begleichen – und auch das erst, wenn ich ihr alle Daten sowie die Domain vollständig überlassen würde. Eine solche Absprache hatte es nie gegeben. Die Website, die ich mit viel Mühe und Leidenschaft erstellt hatte, ging daher nie online.

Doch das war noch nicht das Ende der Geschichte. Da meine Ex-Frau Zugang zum Backend hatte, installierte sie kurzerhand ein Backup-Plugin und erstellte ein vollständiges Backup der gesamten Webpräsenz. Plötzlich warf sie mir vor, sie müsse wegen mir ihr Pseudonym ändern, weil sie ja die Domain von mir nicht erhalten würde. Nur zwei Tage später war ihre neue Website unter nikaliebmann.de online – beim gleichen Hoster, mit einem fast identischen Design, denselben Plugins und dem gleichen Theme. Es war eine fast perfekte Kopie meiner Arbeit oder besser gesagt eine verschleierte Kopie meiner Arbeit.

Was bleibt, ist nicht nur das Gefühl, betrogen worden zu sein, sondern auch die Frage: Wie kann man sich als Freelancer vor solchen Erfahrungen schützen? Klare Verträge, keine mündlichen Absprachen und vor allem kein Vollzugriff auf das Backend sind nur einige der Lehren, die ich aus dieser Situation mitnehme.

Schade, dass man sich in Menschen selbst nach dreizehn Jahren Beziehung derartig täuschen kann.